Tiefer Kommentar
Dieser Vers wurde vom Buddha im Jetavana-Kloster in Verbindung mit dem Ehrwürdigen Angulimala gelehrt. Die Geschichte wurde bereits im Kommentar erzählt, beginnend mit dem Vers „Die Geizigen kommen nicht in den Himmel.“ Die Mönche fragten Angulimala: „Bruder Angulimala, als du den wilden Elefanten mit dem Sonnenschirm vor dir stehen sahst, hattest du da keine Angst?“ Er antwortete: „Nein, Freunde, ich hatte keine Angst.“ Die Mönche berichteten dem Buddha: „Bhante, Angulimala lügt.“ Der Buddha antwortete: „Mönche, Angulimala hatte keine Angst. Unter den Großen, die das Verlangen aufgegeben haben, sind Mönche wie Angulimala edel und haben keine Angst mehr.“ In diesem Vers spricht der Buddha von drei Qualitäten spirituellen Heldentums. An erster Stelle steht der heldenhafte Mensch, edel wie ein großer Stier. Das ist kein gewöhnlicher Mut, sondern der Mut der Edlen: die außergewöhnliche Stärke des Innenlebens, die Kraft, aufrecht zu stehen und alles loszulassen. Solch ein Mensch ist wirklich großartig und heldenhaft. Um ein solch großes Herz zu besitzen, muss man große Kraft und großes Mitgefühl haben. Durch großes Mitgefühl werden große Freude und großer Gleichmut erfüllt. Der Buddha verzichtete auf alles und erlangte dadurch das, was gewöhnliche Menschen nicht besitzen können: den spirituellen Schatz, den die Menschheit weiterhin ehrt und von dem sie lernt. Woran weltliche Menschen festhalten, ist nur ein illusorisches Spiel. Weil sie es nicht wagen loszulassen, treiben sie weiter im Leiden. Um die Anhaftung an alles loszulassen, braucht man die Stärke eines großen Bullen. Wer spirituell noch unreif ist, senkt lediglich den Kopf, um auf dem zarten Gras der sechs Sinnesobjekte zu grasen, und kann noch nicht so ein großer Stier werden. Zweitens spricht der Buddha von jemandem, der wie ein großer Weiser siegreich und frei von sinnlichen Begierden ist. Sieg bedeutet, den Kreis von Ruhm und Gewinn zu überwinden. Um ein großer Weiser zu sein, muss man sich der Versklavung durch Besitztümer und Status entziehen. Freiheit vom Verlangen bedeutet Freiheit von der Verliebtheit in Sinnesfreuden. Verlangen kann heilsam oder unheilsam sein, aber hier lehrt uns der Buddha, das Verlangen aufzugeben, das die Bindung an den Körper und die fünf Aggregate nährt. Solange es Verlangen und Festhalten gibt, gibt es Leiden. Wie kann man ein Weiser sein, wenn es Leid gibt? Wenn wir noch keine großen Weisen sein können, können wir zumindest bescheidene Weise sein, indem wir die Gier reduzieren, einfach leben, zufrieden sind und nicht länger nach materiellen Dingen streben. Auf diese Weise leiden wir in der wettbewerbsorientierten Welt von Ruhm und Gewinn weniger, weil wir das Verlangen bereits bis zu einem gewissen Grad gezügelt haben. Ein Weiser ist jemand, der frei, unbeschwert und friedlich lebt und nicht an weltliche Verstrickungen gebunden ist. Der weltliche Geschmack mag süß erscheinen, aber er wird oft bitter; Wer es probiert hat, weiß das gut. Je mehr man sich etwas gönnt, desto mehr leidet man. Drittens spricht der Buddha von jemandem, der gebadet, rein geworden und erwacht ist. Das Baden, von dem hier die Rede ist, ist kein gewöhnliches Baden. Wir müssen Körper und Geist mit dem Wasser der liebevollen Güte baden, damit sie kühl und erfrischt werden. Wir müssen im Wasser der Disziplin baden, damit Körper und Geist rein werden. Einfacher ausgedrückt: Wir sollten uns jeden Tag mit den vier Wassern des Bodhisattva-Pfades waschen: liebende Güte, Mitgefühl, Freude und Gleichmut. Wir waschen den Schmutz und die Flecken im Herzen weg. Besonders wenn wir im Wasser des gleichmütigen Loslassens baden, wird der Geist frisch, duftend und entspannt. Durch ein solches Baden wird unser Leben gehoben und befreit.
Zen-KI-Assistent
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