Tiefer Kommentar
Dieser Vers wurde vom Buddha im Jetavana-Kloster in Verbindung mit dem Ehrwürdigen Vaṅgīsa gelehrt. In Rājagaha gab es einen Brahmin namens Vaṅgīsa, der behauptete, durch Antippen des Schädels einer toten Person könne er herausfinden, wo diese Person wiedergeboren worden sei. Andere Brahmanen nutzten ihn, um Menschen zu täuschen und Geld einzutreiben. Sie kleideten ihn auf seltsame Weise, machten seine Fähigkeiten bekannt und Menschen kamen mit Opfergaben, um nach der Wiedergeburt verstorbener Verwandter zu fragen. Sie wanderten von Ort zu Ort und nutzten Trauer und Glauben aus. Eines Tages kamen sie nach Sāvatthī in der Nähe von Jetavana. Als sie sahen, dass die Leute den Buddha hören wollten, versuchten sie sie zu überreden, stattdessen Vaṅgīsa zu konsultieren. Nach der Debatte einigte man sich darauf, dass Vaṅgīsa den Buddha treffen sollte. Da der Buddha die Situation kannte, platzierte er fünf Schädel in einer Reihe. Vaṅgīsa identifizierte die Ziele von vier korrekt, konnte jedoch den fünften nicht bestimmen, der einem Arahat gehörte. Dann bat er den Buddha, ihm dieses Wissen beizubringen. Der Buddha sagte, er würde ihn nur unterrichten, wenn er dazu ordinierte. Vaṅgīsa stimmte zu, erhielt ein Meditationsthema, praktizierte und erlangte bald die Arahatschaft. Die Geschichte erinnert uns daran, dass gewöhnliche Wesen nicht genau wissen, woher sie bei der Geburt kommen oder wohin sie nach dem Tod gehen. Menschen möchten natürlich das Schicksal verstorbener Angehöriger erfahren. Doch zukünftige Wiedergeburten hängen vom gegenwärtigen Karma ab: Gesunde Handlungen führen zu glücklichen Ergebnissen, unheilsame Handlungen zu Leiden und gemischte Handlungen zu gemischten Ergebnissen. Wenn man sich ein gutes Ziel für die Zukunft wünscht, muss man jetzt seine körperlichen, verbalen und geistigen Handlungen überprüfen. Das Leben ist kurz und jeder muss weiterziehen, als ob er seinen Wohnort wechseln würde. Deshalb sollten wir durch Tugend und Weisheit ein gutes Ziel vorbereiten. Genauer gesagt ist der sicherste Ort des Glücks genau hier und jetzt, wenn der Geist wach ist. Die Geschichte warnt auch vor denen, die die Trauer und den Glauben der Menschen aus Profitgründen ausnutzen. Täuschung mag viele täuschen, aber wahre Weisheit kann sie nicht täuschen. Vor der klaren Einsicht des Buddha erreichten Vaṅgīsas Fähigkeiten ihre Grenzen. Der Weg der Befreiung beginnt, wenn der Stolz fällt und man sich aufrichtig dem Dharma zuwendet.
Zen-KI-Assistent
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