Tiefer Kommentar
Dieser Dhammapada-Vers wurde vom Buddha am Vulture Peak gelehrt und bezieht sich auf die Nonne Khema. Eines Morgens, früh im Morgengrauen, führte der Gott Indra die himmlischen Wesen dazu, der Rede Buddhas zuzuhören. Zu diesem Zeitpunkt beschloss die Nonne Khema in Gedanken: „Ich werde den Erhabenen besuchen.“ Sie näherte sich dem Buddha, begegnete Indra und der himmlischen Versammlung, erwies dem Buddha ihre Ehrerbietung und zog sich dann zurück. Indra fragte den Buddha: „Wer ist das, oh Weltverehrter?“ Der Buddha antwortete: „Großer König, das ist die Nonne Khema, die weiseste Nonne, die versteht, was der Weg ist und was nicht.“ In diesem Leben gibt es viel Leid, weil wir es nicht schaffen, die blinden Leidenschaften und Wahnvorstellungen zu beherrschen, die uns in die Irre führen. Von der Geburt bis zu unserem endgültigen Tod begehen wir unzählige unheilsame Taten und ertragen fortwährend Leid, werden zu Sklaven des Verlangens und wandern endlos im Kreislauf von Geburt und Tod umher. Dies ist auf den Mangel an erhellender Weisheit zurückzuführen. Sobald wir unseren Geist wieder der Achtsamkeit zuwenden und kritische Einsicht gewinnen, verschwinden Unwissenheit und geistige Leiden und Befreiung ist da. Der Übergang von der Täuschung zum Erwachen ist so mühelos wie das Umdrehen der Hand, aber Schwierigkeiten entstehen, weil wir an der Unwissenheit festhalten und es vorziehen, in den Turbulenzen des weltlichen Leidens umherzuwandern. Beim Erwachen beschließen wir, Weisheit zu kultivieren, das unbezahlbare spirituelle Erbe zurückzugewinnen, das lange vergessen war, und das Leben eines vorübergehenden Wanderers aufzugeben. So gelangt man zum erhabenen Bild der Nonne Khema. Mit klarer Weisheit unterscheidet man Realität von Unwahrheit. Wenn man dies erkennt, lässt man sich nicht mehr von illusorischen Erscheinungen in die Irre führen und verschmilzt mit der riesigen, grenzenlosen Quelle des Lebens und stellt sein wahres Selbst vollständig wieder her.
Zen-KI-Assistent
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