Wer den beseelten Leib nicht als sein Ich betrachtet, Um Nicht'ges sich nicht sorgt, der wird als Mönch geachtet.
Wer keinerlei Bindung zu Geist und Körper hat, wer nicht um etwas trauert, das er nicht hat, der wird wahrlich ein Mönch genannt.

Tiefer Kommentar

Dieser Dhamma-Vers wurde vom Buddha im Jetavana-Kloster gelehrt und bezieht sich auf einen Brahmin, der den Spitznamen „Geber der ersten fünf Früchte“ erhielt. Die Geschichte erzählt von einem brahmanischen Bauern, der Großzügigkeit übte, indem er die ersten Portionen seiner Ernte in fünf Schritten anbot: Zuerst spendete er die ersten Ähren geernteten Reises; zweitens die ersten frisch gedroschenen Körner; drittens die ersten verschütteten Körner, die in einem Worfelkorb gesammelt werden; viertens die erste Schüssel Reis, frisch gekocht; und fünftens die erste Kugel Reis, serviert auf einem Teller. Als der Buddha die spirituellen Fähigkeiten dieses Bauern und seiner Frau beobachtete, erkannte er, dass sie die Stufe des Wiederkehrers (Anagami) erreichen könnten. Deshalb besuchte er ihr Zuhause und bat sie um Almosen. Als die Frau den Buddha bemerkte, befürchtete sie, dass ihr Mann den Rest ihrer Mahlzeit anbieten würde, und sie wollte nicht mehr kochen. Sie versuchte, ihren Mann davon abzuhalten, den Buddha zu sehen, und warf gelegentlich einen Blick darauf, ob er gegangen sei. Der Buddha verstand ihre Absicht und blieb an Ort und Stelle. Sie flüsterte ihm zu, er solle gehen, aus Angst, ihr Mann würde es hören. Schließlich sagte sie leise: „Bitte geh.“ Der Buddha dachte: „Ich werde nicht gehen“ und schüttelte den Kopf. Die Frau konnte ihr Lachen nicht unterdrücken und lachte laut. In diesem Moment strahlte der Buddha Licht aus und erschien im Haus. Dann sah der Ehemann die strahlende Gestalt des Buddha. Er schimpfte mit seiner Frau, weil sie ihn nicht informiert hatte, als der Buddha draußen war. Als er den Buddha sah, bot er ihm hastig die Hälfte der Portion an, die er aß. Der Buddha nahm die Essensreste nicht an und sagte: „O Brahmane, ob die ersten oder die restlichen Portionen, wir Almosengeber leben von der Nahrung der Nächstenliebe.“ Dann sprach der Buddha den Vers: „Ob der erste, mittlere oder verbleibende Teil, der Almosengeber nimmt ihn mit Freude an; er gönnt sich kein Übermaß, so jemand ist wirklich weise.' Der Brahmane war sehr erfreut und lobte den Buddha. Er fragte: „Ehrwürdiger Herr, was macht einen wahren Mönch aus?“ Der Buddha antwortete: „Ein Mönch ist jemand, der nicht an das gebunden ist, was zur Form (Körper) oder zum Geist gehört.“ Die Geschichte zeigt, dass viel menschliches Leid aus der Bindung an den Körper entsteht. Der Körper, der aus konditionierten Elementen besteht, ist vergänglich und nicht-selbst, doch aufgrund von Unwissenheit und Selbsthaftung betrachten wir ihn fälschlicherweise als wirklich unser Eigentum. Sogar diejenigen, die die buddhistischen Lehren verstehen, können Vergänglichkeit und Nicht-Selbst intellektuell erfassen, aber angesichts sensorischer Reize nehmen sie den Körper als real wahr. Diese Fehleinschätzung erzeugt Leid. Menschen überschätzen oft den Körper, behandeln ihn als wertvoller als Gold und arbeiten hart daran, ihn zu erhalten, aus Angst vor Verfall und Alterung. Sie schmücken und schützen ihn, doch der Körper altert unweigerlich, verschlechtert sich und verlässt ihn. Das Bewusstsein dieser Vergänglichkeit sollte Anhaftungen reduzieren und eine lebenslange Versklavung körperlicher Begierden vermeiden. Das bedeutet nicht, den Körper zu vernachlässigen oder zu missbrauchen; Es sollte respektiert und gepflegt werden, da es ein Mittel zum Üben und Nutzen für andere ist. Ebenso verändert sich der Geist ständig und ist anfällig für Illusionen und Unwahrheiten. Das Festhalten an dieser Illusion führt zu unzähligen konzeptionellen Auseinandersetzungen und Gewalt. Nur wenn Menschen die Falschheit von Körper und Geist erkennen, können sie Vorurteile beseitigen, Liebe und Respekt entwickeln und eine harmonischere Welt schaffen. Die Frage des Brahmanen und die Antwort des Buddha unterstreichen den Grundsatz: Ein wahrer Mönch ist frei, nicht an die Angelegenheiten von Körper und Geist gebunden, und dies erfordert sorgfältige Überlegung und sorgfältige Kultivierung, um Unwissenheit zu reinigen und Befreiung zu erlangen.

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