Tiefer Kommentar
Dieser Vers wurde vom Buddha im Jetavana-Kloster über die Gottheit König Sakka (Indra) gelehrt. Eines Tages versammelten sich die Devas des Himmels der Dreiunddreißig und stellten vier Fragen: „Was ist das Kostbarste?“ „Was ist der höchste Geschmack?“ „Was ist das höchste Glück?“ „Warum ist die Zerstörung des Verlangens die wichtigste Handlung?“ Keiner der Devas konnte antworten. Sie reisten überall hin, fanden aber keine zufriedenstellende Antwort. Schließlich gingen sie zu den vier großen Königen, die ebenfalls keine Antwort geben konnten. Dann gingen sie alle zu Sakka, der seine Unfähigkeit zugab und sagte, nur der Erhabene könne antworten. Sie gingen alle zum Buddha in Jetavana. Der Buddha antwortete: „Die Gabe des Dhamma übertrifft alle Gaben; der Geschmack des Dhamma übertrifft alle Geschmäcker; die Freude am Dhamma übertrifft alle Freuden. Zerstörtes Verlangen besiegt alles Leiden.“ Dann bat Sakka den Buddha, ihnen den Verdienst dieser Dharma-Geschenke zu widmen. Der Buddha versammelte die Mönche und erklärte, dass sie von nun an am Ende aller Dharma-Lehren den Verdienst der Dharma-Gabe allen Wesen widmen sollten. Von allen Formen des Gebens, die Lebewesen einen Nutzen bringen, hat nur das Dharma-Geben die Macht, Lebewesen zum Erwachen und zur Befreiung zu führen. Obwohl die Lehren des Buddha je nach den Fähigkeiten jedes Lebewesens variieren, zielen sie alle auf ein einziges Ziel ab: die Weisheit des Buddha zu offenbaren, damit alle Lebewesen völlige Befreiung erlangen können. Dharma-Geschmack ist der Geschmack der Erkenntnis der Wahrheit. Ein Leben nach der Wahrheit, auch wenn es noch nicht vollständig ist, bringt Frieden, der weitaus größer ist als die Jagd nach weltlichen Illusionen, die nur Aufruhr verursachen. Weltliche Vorlieben führen nur zu Anhaftung und Leiden. Dharma-Freude ist die echte, leichte und friedliche Freude, die aus dem Hören des Dharma oder dem Erkennen der wunderbaren Wahrheit der Existenz entsteht. Weltliches Glück erreicht nach der Lehre Buddhas niemals das Wahre, Gute und Schöne. Alles weltliche Glück ist lediglich Sinnesvergnügen, und die Natur aller Sinnesvergnügen ist Leiden. Akademische Abschlüsse, Reichtum, Status, Villen, schöne Ehepartner und Kinder – bringen diese wirklich vollkommene Glückseligkeit? Laut Buddhismus ist der Weg, der die Menschen zum Horizont des Glücks führt, der Weg der Achtsamkeit, Konzentration und Weisheit. Achtsamkeit bedeutet, klar zu wissen, was im gegenwärtigen Moment geschieht. Konzentration ist die Beruhigung aller diskursiven Gedanken. Weisheit ist klares, reines Urteilsvermögen im Einklang mit der Wahrheit. Nur dieser Weg führt die Wesen zum Erwachen, zum Frieden und zur Befreiung, und das ist wirklich das Erreichen des Gipfels echten Glücks. Und schließlich: Warum ist die Zerstörung des Verlangens die wichtigste Maßnahme? Denn Verlangen ist die Wurzel allen Leidens. Die Zerstörung des Verlangens beendet alles Leiden. Der Buddha wiederholte dies viele Male, da der Kern dieses Kapitels darin besteht, alle Aspekte des Verlangens zu offenbaren, damit wir seine Gefahren erkennen und es dringend beseitigen können. Nur dann können wir hoffen, dem Kreislauf von Geburt und Tod zu entkommen.
Zen-KI-Assistent
Online