Tiefer Kommentar
Diese beiden Verse wurden vom Buddha im Jetavana-Kloster im Zusammenhang mit einem Gefängnis gelehrt. Eines Tages wurden Kriminelle, die schwere Straftaten wie Diebstahl, Mord und sexuelle Gewalt begangen hatten, vor König Pasenadi gebracht. Sie waren fest gefesselt, und als die Mönche sahen, wie die Gefangenen in Ketten, Stöcken und Seilen litten, gingen sie zum Buddha und fragten, ob es eine stärkere Fessel gäbe als diese. Der Buddha antwortete, dass solche Bindungen nicht wirklich stark seien. Die Bindungen des Verlangens, der Täuschung, der Anhaftung und der Verliebtheit sind viel stärker, denn sie fesseln die Lebewesen über viele Leben hinweg an Leiden. Doch die Weisen sind in der Lage, selbst diese Bindungen zu durchtrennen. Anschließend erzählte der Buddha eine Geschichte aus einem seiner vergangenen Leben. Vor langer Zeit, als König Brahmadatta in Benares regierte, wurde der Bodhisatta in eine arme Familie hineingeboren. Nach dem Tod seines Vaters arbeitete er, um seine Mutter zu unterstützen. Später heiratete er und nach dem Tod seiner Mutter wurde seine Frau ohne sein Wissen schwanger. Da er auf das Familienleben verzichten wollte, teilte er seiner Frau seine Absicht mit, doch sie verriet ihm ihre Schwangerschaft und bat ihn, bis zur Geburt des Kindes zu bleiben. Nach der Geburt bat sie ihn erneut, zu bleiben, bis das Kind entwöhnt sei. Während dieser Zeit wurde sie erneut schwanger. Da er sah, dass die weltliche Verbundenheit ohne Ende anhalten würde, verließ er nachts heimlich sein Zuhause. Obwohl er von Wachen aufgehalten wurde, erfüllte er sich schließlich seinen Wunsch und ging in den Himalaya, um als Einsiedler zu leben. Schon bald erlangte er spirituelle Kräfte und höhere Stufen. Er dachte darüber nach, dass er das starke Band des sinnlichen Verlangens und der Bindung an Frau und Kinder gebrochen hatte. Nachdem er diese Geschichte erzählt hatte, sprach der Buddha die Verse, um die Bedeutung zu verdeutlichen. Diese Verse zeigen, dass für den Weisen keine weltliche Kette stärker ist als die Bindung an Familie, Besitztümer und sinnliches Verlangen. Obwohl unsichtbar, hat diese Bindung enorme Kraft. Es bindet Wesen von Leben zu Leben und erschwert die Befreiung. Viele mächtige Menschen wurden nicht durch Armeen oder Waffen besiegt, sondern durch Verlangen und Anhaftung. Sogar Könige, Herrscher und Helden können ihre Würde, ihr Vermögen und ihr Leben verlieren, wenn sie von sinnlichem Verlangen überwältigt werden. Die Lehre des Buddha erinnert uns daran, dass die Bindung an Ehepartner, Kinder, Zuhause und Besitz zu einem Gefängnis werden kann, das schwieriger zu verlassen ist als ein echtes Gefängnis. Ein Gefängnis mag eines Tages seine Türen öffnen, aber das Verlangen befreit uns nicht, es sei denn, die Weisheit schneidet es weg. In der Geschichte fiel dem Bodhisatta die Entsagung schwer, doch aufgrund seiner tiefen spirituellen Wurzeln, die er über viele Leben hinweg gepflegt hatte, entwickelte er den festen Entschluss, die Fesseln weltlicher Zuneigung hinter sich zu lassen und den Weg zur Freiheit zu gehen.
Zen-KI-Assistent
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