Gefährlich ist der Wald der Lüste; fällt den Wald, Nicht einen Baum allein! Dann kommt Nirvana bald.
Den Wald abholzen (Lust), aber nicht den Baum; Aus dem Wald entspringt Angst. Sei leidenschaftslos, oh Mönche, nachdem du den Wald und das Unterholz (Verlangen) abgeholzt hast!

Tiefer Kommentar

Dieser Vers wurde vom Buddha im Jetavana-Kloster gelehrt und bezieht sich auf einen Mönchsschüler des Ehrwürdigen Sariputta. Der Geschichte zufolge hatte der Ehrwürdige Sariputta einen Schüler, der dem Glauben entsagt hatte – einen hübschen jungen Mann aus der Familie eines Silberschmieds. Da der Ehrwürdige wusste, dass sein Schüler eine starke Neigung zur Lust hatte, wies er ihn an, immer über das Thema „Foulheit“ (asubha) zu meditieren. Der Mönch gehorchte seinem Lehrer und ging tief in den Wald, um zu praktizieren. Nach mehr als einem Monat machte er keine Fortschritte. Er kam zurück und berichtete dies seinem Lehrer. Der Lehrer ermutigte ihn, sich mehr anzustrengen. Aber nach mehr als drei Monaten weiterer Meditationspraxis sah er immer noch keine Fortschritte. Obwohl er ein sehr scharfsinniger Mensch war, verstand er nicht, warum seine Praxis keinen Erfolg hatte. Natürlich musste der Lehrer einen Weg finden, seinem Schüler zu helfen. Nach einigem Nachdenken machten sich der Meister und der Schüler auf den Weg, um dem Buddha Bericht zu erstatten. Der Buddha erkannte, dass die Veranlagung dieses Mönchs nicht für das Thema der Kontemplation über Unheil geeignet war. Da er viele frühere Leben als Silberschmied verbracht hatte, war er an schöne Dinge gewöhnt. Deshalb wies ihn Buddha an, über eine Lotusblume zu meditieren. Der Mönch brach eine Lotusblume aus einem Teich ab und pflanzte sie fest in einen Sandhaufen. Der Buddha sagte ihm, er solle seinen Geist fokussieren und intensiv auf diese Lotusblume kontemplieren. Betrachten Sie den Unterschied zwischen einer Lotusblume im Wasser und einer Lotusblume auf Sand – natürlich blieb die Lotusblume im Wasser frisch und lebendig, während die Lotusblume auf Sand allmählich verdorrte und verfiel. Da der Buddha ein Meditationsobjekt lehrte, das zur Disposition des Mönchs passte, erlangte er ein klares Verständnis für die Natur der Vergänglichkeit, des Leidens und des Nicht-Selbst aller Phänomene. Als der Buddha wusste, dass er Ergebnisse erzielt hatte, sein Geist gereinigt und alle Verunreinigungen beseitigt waren, erschien der Buddha vor ihm und sprach den obigen Vers. Als der Mönch es hörte, erlangte er die Arahantschaft.

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