Schön ist Waldeinsamkeit, wo Menschen nicht verkehren; Daran erfreuen sich, die Weltlust nicht begehren. (v. 98 und 99 von Sāriputta = Theragāthā 991-992) (*f6) Vergl. ähnliche Verse im Udāna VIII,10, wo der Buddha von einem Mönche, der eben erloschen ist, sagt: Gleichwie der rotglühend geschlagene Schmiedehammer allmählich erkaltet und man nicht sehen kann, wohin die Glut geht, so auch läßt sich der Gang des vollkommen Erlösten nicht offenbaren.
Inspirierend sind die Wälder, in denen Weltmenschen kein Vergnügen finden. Dort werden sich die Leidenschaftslosen freuen, denn sie suchen keine sinnlichen Freuden.

Tiefer Kommentar

Der Buddha überbrachte diesen Vers einem Mönch, der in einem Park meditierte, als eine Frau, die es satt hatte, auf ihren Geliebten zu warten, versuchte, ihn zu verführen. Der Buddha projizierte sein Bild auf den Mönch und lehrte, dass weltliche Menschen und spirituelle Sucher Freude an völlig unterschiedlichen Dingen finden. Die meisten Menschen jagen flüchtigen Sinnesfreuden nach – wie Rausch, Lust oder bloßer Unterhaltung –, die oft zu Sucht und Leiden führen. Im Gegensatz dazu finden diejenigen, die frei von weltlichen Leidenschaften sind, große Freude an der stillen Einsamkeit der Natur. Das tiefe, ruhige Glück (Dhamma-Freude), das ein erleuchteter Geist erlebt, übertrifft jeden vorübergehenden weltlichen Nervenkitzel bei weitem, weil es in Losgelöstheit und innerem Frieden wurzelt.

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