Tiefer Kommentar
Der Buddha präsentiert das Bild eines befreiten Praktizierenden. Wenn der Geist gereinigt ist, ist er frei von allen Leiden und Täuschungen. Reinigung bedeutet absolute Reinheit, frei vom „Schlamm“ der Anhaftung und Verwirrung. So wie Wasser klar wird, wenn sich der Sediment setzt, wird der Geist klar, wenn sich Wahnvorstellungen legen. Um zu verstehen, wie man „das Sediment absetzt“, muss man wissen, wie man es übt. Jeder weiß, was klares Wasser ist, aber es tatsächlich zu klären, ist eine ganz andere Sache. Jeder weiß, dass ein reiner Geist ein reiner Geist ist, aber es ist schwierig, ihn zu erreichen. In diesem Vers stellt der Buddha die Methode zur Reinigung des Geistes vor: „sowohl über Verdienst als auch über Fehler hinausgehen“ (über gewöhnliches gutes und böses Karma hinaus). Was bedeutet das? Wir leben oft gefangen im dualistischen Denken: richtig/falsch, gut/böse, existierend/nicht-existent. Diese Dualität erzeugt Leiden wie Liebe und Hass, Freude und Wut, die die Hauptursachen für die Entstehung von Karma und die Fortsetzung des Kreislaufs der Wiedergeburt sind. Im Gegensatz dazu hat ein Arahant sowohl das alltägliche gute Karma als auch das böse Karma überwunden. Sie erzeugen kein neues Karma mehr. Auch wenn sie in vollkommener Erleuchtung verweilen, vollbringen sie auf natürliche Weise altruistische Taten ohne Anhaftung. Wer also nicht länger in der Dualität gefangen ist, ist ein erwachter, befreiter Mensch. Was gibt es dann noch zu fürchten, wenn man diesen Zustand erreicht hat? Deshalb sagt der Buddha: „Für einen Erwachten gibt es keine Angst.“
Zen-KI-Assistent
Online