Wie Jhāna Weisheit braucht, so braucht die Weisheit Jhāna; Wenn beides sich vereint, dann ist nicht weit Nirvana.
Für den, dem es an Einsicht mangelt, gibt es keine meditative Konzentration, und für den, dem es an meditativer Konzentration mangelt, gibt es keine Einsicht. Er, in dem sowohl meditative Konzentration als auch Einsicht zu finden sind, steht tatsächlich Nibbana nahe.

Tiefer Kommentar

Dieser Vers ist Teil einer Reihe, die der Buddha in Jetavana über eine große Gruppe von Bhikkhus lehrte, insbesondere die Geschichte von Sona Kutikanna und seiner Mutter. Der Buddha betont die wesentliche gegenseitige Abhängigkeit von meditativer Konzentration (samadhi) und Weisheit (pañña). Konzentration ohne Weisheit führt zu einem dumpfen, tranceähnlichen Zustand, während Weisheit ohne Konzentration die Stabilität fehlt, um in die Realität einzudringen. Beides muss gemeinsam kultiviert werden. Nach der Theravada-Tradition führt Moral zu Konzentration und Konzentration zu Weisheit. In der Mahayana-Tradition, insbesondere wie sie vom Sechsten Patriarchen Huineng im Plattform-Sutra gelehrt wurde, sind Konzentration und Weisheit nicht dual und gleichzeitig. Unabhängig von der Interpretation wird gesagt, dass ein Praktizierender, der beides besitzt, Nibbana nahe steht.

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