Gar lieblich spricht ein Mönch mit wohl beherrschtem Mund, Macht er mit Maß und klug die Lehre lichtvoll kund.
Dieser Mönch, der seine Zunge unter Kontrolle hat, gemäßigt in der Sprache ist, bescheiden und der die Lehre sowohl wörtlich als auch geistlich erklärt – was auch immer er sagt, ist erfreulich.

Tiefer Kommentar

Dieser Dhammapada-Vers wurde vom Buddha im Jetavana-Kloster über Bhikkhu Kokalika gelehrt. Kokalika verleumdete aus Bosheit die beiden Hauptjünger Buddhas, die Ehrwürdigen Sāriputta und Moggallāna, und wurde daraufhin in der Hölle wiedergeboren. Andere Bhikkhus diskutierten über sein Versäumnis, seine Rede zu hüten. Der Buddha sagte ihnen, dass dies nicht das erste Mal sei, dass Kokalika aufgrund unvorsichtiger Worte in die Hölle gefallen sei. Anschließend erzählte er die Geschichte einer gesprächigen Schildkröte. Zwei Gänse freundeten sich mit einer Schildkröte an und boten an, sie zu einer wunderschönen goldenen Höhle zu tragen. Sie ließen die Schildkröte beim Fliegen fest in einen Stock beißen. Die Gänse warnten es davor, sein Maul zu öffnen, egal was passiert. Während sie über ein Feld flogen, schrien und lachten die Hirtenjungen. Die Schildkröte wurde wütend, öffnete ihr Maul, um etwas zu erwidern, und fiel zerschmettert zu Boden. Der Buddha kam zu dem Schluss: „Bhikkhus, ein Bhikkhu muss seine Sprache kontrollieren, still und ohne Selbstgefälligkeit leben und frei von Verunreinigungen sein.“

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