"Im Winter weil' ich hier und dort zur Sommerszeit"; Wer so denkt, der vergißt, daß ihn der Tod bedräut.
„Ich werde hier im Regen, im Winter und im Sommer bleiben“, denkt der Narr, blind für die Todesgefahr, die jeden Moment drohen kann.

Tiefer Kommentar

Dieser vom Buddha im Jetavana-Kloster gelehrte Vers bezieht sich auf den wohlhabenden Kaufmann Mahàdhana. Dem Bericht zufolge reiste Mahàdhana mit einer Karawane von fünfhundert Karren voller rot gefärbter Stoffe aus der Stadt Benares, um sie zu verkaufen. Als er Savatthi erreichte, blieb er am Fluss stehen und dachte: „Morgen werde ich den Fluss überqueren.“ In dieser Nacht hielt ein plötzlicher heftiger Sturm mit unaufhörlichem Regen sieben Tage lang an und hinderte ihn daran, seine Stoffe zu verkaufen. Er beschloss, die Regenzeit, den Winter und den darauffolgenden Sommer zu überstehen, um sein Handwerk zu vervollständigen. Als der Buddha um Almosen bittend vorbeikam und Mahàdhanas Absichten bemerkte, lächelte er leise. Als Ananda dies sah, fragte er den Buddha, warum. Der Buddha erklärte, dass Mahàdhana nur noch sieben Tage leben würde, er aber vorhatte, drei Jahreszeiten zu bleiben. Dann rezitierte der Buddha den folgenden Vers: „Arbeite heute fleißig; Tue, was heute zu tun ist. Wer weiß, ob der Tod morgen kommt? Kämpfen wir nicht täglich an der Seite des Todesboten? Gesegnet ist derjenige, der mit Eifer lebt, unermüdlich Tag und Nacht, und sei es nur für eine Nacht.' Als Ananda den Vers hörte, bat er um Erlaubnis, Mahàdhana informieren zu dürfen, was der Buddha gewährte. Als Mahàdhana erfuhr, dass sein Tod in sieben Tagen unmittelbar bevorstand, war er zutiefst bewegt und lud Buddha und die Sangha ein, sieben Tage lang Opfergaben entgegenzunehmen. Durch die Betrachtung des Todes erreichte er die Stufe des Stromeintritts. Sieben Tage später erlag er seinen Kopfschmerzen und starb, sein Bewusstsein wurde im Tavatimsa-Himmel wiedergeboren. Der Vers dient als Weckruf für diejenigen, die von materiellem Reichtum und Karriere besessen sind, und erinnert alle daran, dass das menschliche Leben kurz und vergänglich ist und dass der Tod unerwartet kommen kann. Das Lächeln des Buddha gilt nicht nur Mahàdhana, sondern allen, die von Verlangen und Anhaftung gefangen sind, und signalisiert die Dringlichkeit der Achtsamkeit und die Wichtigkeit, sich durch spirituelle Praxis auf den Tod vorzubereiten.

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