Tiefer Kommentar
Diese beiden Verse wurden vom Buddha im Jetavana-Kloster gelehrt und beziehen sich auf fünfhundert Mönche. Der Geschichte zufolge hatten fünfhundert Mönche vom Buddha ein Meditationsthema erhalten und im Wald ihr Bestes gegeben, aber sie erlangten nicht die Arahantschaft. Sie kehrten zurück und baten Buddha um ein anderes, passenderes Thema. Der Buddha erkannte, dass diese Mönche zur Zeit von Buddha Kassapa bereits zweitausend Jahre der meditativen Kontemplation über das Thema Vergänglichkeit gewidmet hatten. Deshalb würde Vergänglichkeit das Thema sein, das er lehren würde. Mit diesem Gedanken lehrte der Buddha: „Mönche, in dieser Welt und darüber hinaus werden alle bedingten Phänomene, da sie unwirklich sind, von Vergänglichkeit beherrscht.“ Bei dieser Gelegenheit sprach der Buddha diese beiden Verse. (Auszug aus der Dhammapada Story Collection, Band III, Vien Chieu, S. 106) Mit den Worten „Alle bedingten Dinge sind vergänglich“ bezieht sich der Buddha auf alle bedingten Phänomene. Ob physisch, physiologisch oder psychisch, alles ist vergänglich. Kein Phänomen steht still. Alle Dinge ändern sich ständig. Vergänglichkeit ist ein ewiges Thema. Ob ein Buddha erscheint oder nicht, nichts auf dieser Welt entgeht dem Gesetz der Vergänglichkeit. Wenn man über Vergänglichkeit nachdenkt, muss man dies mit Weisheit tun. Daher heißt es in Vers 277, dass man vom Leiden enttäuscht wird, wenn man mit Weisheit sieht. Vergänglichkeit hat zwei Aspekte: Nutzen und Schaden. 1. Vorteil der Vergänglichkeit: Aufgrund von Veränderungen schreiten alle Dinge voran. Wenn die Dinge statisch blieben, wäre das Leben bedeutungslos und könnte nicht überleben. Wenn zum Beispiel die Nahrung nicht verdaut würde, könnten wir nicht leben. Wenn ein Neugeborenes nie wachsen würde, würde die Menschheit aussterben. Veränderungen lassen das Leben fließen und sich weiterentwickeln und geben dem Einzelnen, der Familie und der Gesellschaft einen Sinn. Vergänglichkeit führt nicht zu Pessimismus, sondern zu Optimismus, ständiger Erneuerung und Liebe zum Leben. 2. Schaden der Vergänglichkeit: Vergänglichkeit ist eine große Katastrophe. Nichts bleibt bestehen; alles wird von der Zeit hinweggeschwemmt. Egal wie solide gebaut, alle Dinge verfallen. Berge erodieren, Meere werden zu Maulbeerfeldern. Niemand kann der Zeit widerstehen. Das Leben ist so kurz wie ein Traum. Wenn man darüber nachdenkt, erwacht man und strebt nach der Praxis. Wenn man die Zerbrechlichkeit des Lebens sieht, erkennt, dass der Tod jederzeit kommen kann und dass man nicht einmal den eigenen Körper behalten kann, geschweige denn Besitztümer oder geliebte Menschen, klammert man sich nicht länger an weltliche Freuden. So wendet man sich vom Leiden ab und geht den Weg der Reinigung.
Zen-KI-Assistent
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