Nicht durch die strengste Zucht, nicht durch Gelehrsamkeit, Nicht durch Versenkung und Zurückgezogenheit
Nicht durch Regeln und Bräuche, nicht einmal durch viel Lernen, noch durch den Erwerb von Vertiefung, noch durch ein Leben in Abgeschiedenheit, noch durch den Gedanken: „Ich genieße die Glückseligkeit der Entsagung, die der Weltmensch nicht erlebt“, solltet ihr, oh Mönche, zufrieden sein, bis die völlige Zerstörung aller Krebserkrankungen (Arahatship) erreicht ist

Tiefer Kommentar

Diese beiden Verse wurden vom Buddha im Jetavana-Kloster gelehrt und beziehen sich auf einige tugendhafte Mönche. Mehrere Mönche mit vollkommener Tugend dachten bei sich: „Wir besitzen volle Tugend, wir praktizieren die reine Lehre, wir verfügen über umfassende Bildung, wir leben in Abgeschiedenheit, wir haben durch Meditation übersinnliche Kräfte entwickelt. Deshalb ist es für uns nicht schwierig, die Arahantschaft zu erlangen; wir können Arahants werden, wann immer wir wollen.“ Ebenso dachten diejenigen, die die Stufe des Nicht-Wiederkehrers erreicht hatten: „Für uns ist es nicht schwer, die Arahantschaft zu erlangen.“ Eines Tages gingen sie zum Buddha, huldigten ihm und setzten sich abseits. Der Buddha fragte: „Mönche, habt ihr eure Aufgabe erfüllt?“ Sie antworteten: „Herr, wir haben diese und jene Stufen der Heiligkeit erreicht; wann immer wir es wünschen, werden wir die Arahantschaft erreichen. Wenn wir so denken, bleiben wir zufrieden, wo wir sind.“ Als der Buddha dies hörte, lehrte er: „Mönche, es ziemt sich nicht, dass ein Mönch zufrieden ruht, nur weil er die Gebote perfekt befolgt hat oder weil er die dritte Stufe der Heiligkeit erreicht hat, und denkt: ‚In meinem gegenwärtigen Leben bleiben nur noch wenige Verunreinigungen übrig.‘ Im Gegenteil, solange die Korruption nicht vollständig ausgerottet ist, hat man kein Recht zu behaupten, dass man wirklich etwas erreicht hat.“ Bei dieser Gelegenheit sprach der Buddha diese beiden Verse. (Auszug aus der Dhammapada Story Collection

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