Ein Ungelehrter, der den Mund geschlossen hält, Ist noch kein Weiser; wer jedoch das Gute wählt,
Wer dumm und unwissend ist, wird nicht durch Schweigen zum Weisen. Aber der Mann ist weise, der, als ob er eine Waagschale halten würde, nur das Gute akzeptiert. Der Weise, der das Böse ablehnt, ist wirklich ein Weiser. Da er beide (gegenwärtige und zukünftige) Welten versteht, wird er ein Weiser genannt.

Tiefer Kommentar

Diese beiden Verse wurden vom Buddha im Jetavana-Kloster gelehrt und beziehen sich auf Nicht-Buddhisten. „Wenn nicht-buddhistische Asketen angebotenes Essen erhielten, segneten sie die Spender: ‚Mögest du friedlich und glücklich sein und lange leben. Mögest du nicht an dornige, schlammige Orte wie diesen oder jenen kommen.‘ So würden sie ihre Verdienste würdigen, ihre Dankbarkeit ausdrücken und dann gehen. Was die Sangha des Buddha betrifft, so widmete sie zunächst keine Verdienste; Die Mönche erhielten einfach das Essen und gingen. Man kritisierte: „Von den Nicht-Buddhisten hören wir Dankes- und Segensworte, aber die Mönche schweigen völlig.“ Die Mönche berichteten dies dem Buddha. Der Buddha lehrte: „Mönche, wenn Sie im Speisesaal sitzen oder wo auch immer Sie Essen erhalten, danken Sie den Spendern für das Essen, das Sie erhalten, und sprechen Sie freundlich mit den Spendern, wenn sie in der Nähe sitzen.“ Daher wies der Buddha die Mönche an, den Spendern Verdienste zu widmen. Als die Menschen diese Worte hörten, luden sie die Mönche eifrig zu sich nach Hause ein, um reichlich Essen und Opfergaben entgegenzunehmen. Die Nicht-Buddhisten kritisierten: „Wir sind Heilige und schweigen, aber Gotamas Schüler plaudern am Esstisch und überall dort, wo sie Essen bekommen.“ Als der Buddha dies hörte, lehrte er: „Ich nenne niemanden einen Heiligen, nur weil er schweigt.“ Viele Menschen schweigen aus Unwissenheit, mangelndem Glauben oder manchmal auch aus Geiz und wollen nicht, dass andere erfahren, was sie wissen. Deshalb sage ich, dass man kein Heiliger ist, nur weil man schweigt. Nur wer den Befleckungen des Verlangens entkommen ist, ist ein Heiliger.' Bei dieser Gelegenheit sprach der Buddha diesen Vers.“ (Auszug aus der Dhammapada Story Collection, Band III, Vien Chieu, S. 96)

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