Der Brunner Wasser führt, die Pfeile biegt der Schmied, Der Zimm'rer biegt das Holz, der Fromme sich erzieht. (*f8) Vergl. Schlußkapitel des Khuddakapātha, wo es heißt: Wie eine Mutter zeitlebens auf ihr einziges Kind sieht, solchen Sinnes erweitere man sein Herz für alle Wesen, schließe man in das unbeschränkte liebevoll die ganze
Bewässerungsgeräte regulieren das Wasser, Fletcher glätten Pfeilschäfte, Tischler formen Holz und die Guten kontrollieren sich selbst.

Tiefer Kommentar

Der Buddha lehrte diesen Vers in Jeta Grove über den siebenjährigen Novizenmönch Sukha. Unter der Anleitung seines Meisters, des Ehrwürdigen Sariputta, lernte Sukha Meditation. Als Sukha beobachtete, wie Bauern Wasser dirigierten, Flechter Pfeile richteten und Zimmerleute Holz formten, wurde ihm klar, dass er seinen eigenen Geist auf ähnliche Weise trainieren und formen musste. Bald erlangte er die Arahantschaft. Dies zeigt, wie wichtig es ist, einen weisen und verwirklichten Lehrer zu haben. Heutzutage suchen Menschen oft nach berühmten oder hochrangigen Meistern, wahre Mönche (wie Bettler) streben jedoch keinen weltlichen Status an. Das Streben nach Ruhm und Stellung im Ordensleben führt oft zum geistlichen Ruin. Einen echten, bescheidenen Lehrer zu finden, der sich auf die innere Kultivierung konzentriert, ist ein seltener Segen, der den Weg zur Befreiung erheblich erleichtert.

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