Da alle Schläge scheu'n und sind des Lebens froh, Verkürz' ihr Leben nicht! Bedenk': auch dir geht's so!
Alle zittern vor Gewalt; Das Leben liegt allen am Herzen. Wenn man sich in die Lage eines anderen versetzt, sollte man weder töten noch einen anderen dazu veranlassen, zu töten.

Tiefer Kommentar

Dieser Vers wurde vom Buddha im Jetavana-Kloster über die „Gruppe von sechs“ Mönchen gelehrt. Als siebzehn andere Mönche ihre Unterkunft vorbereitet hatten, traf die sechsköpfige Gruppe ein, beanspruchte das Dienstalter und verlangte den Platz. Als die jüngeren Mönche sich weigerten, schlug die sechsköpfige Gruppe sie, was dazu führte, dass sie vor Angst schrien. Als der Buddha dies hörte, stellte er eine Regel gegen Gewalt auf und erinnerte die Klostergemeinschaft daran, dass alle Lebewesen vor Gewalt zittern und den Tod genauso fürchten wie wir. Der Lebensinstinkt und die Angst vor dem Sterben sind bei allen Lebewesen universell. Der Buddha erkannte dies und lehrte die Notwendigkeit, alles Leben auf der Grundlage tiefer Empathie zu respektieren: Wenn wir unser eigenes Leben wertschätzen, wie können wir dann rücksichtslos das Leben anderer zerstören? Gewaltlosigkeit ist eine edle menschliche Eigenschaft, die unsere Fähigkeit zu Weisheit und Mitgefühl von bloßen tierischen Instinkten unterscheidet. Ein Leben zu nehmen ist eine schwere Straftat, und das Unterlassen des Tötens ist das erste der fünf Gebote. Wie alte Weise lehrten, würden die Kriegswaffen verschwinden, wenn alle Lebewesen das Karma des Tötens beenden würden, und die Welt wäre natürlich in Frieden. Zu Buddhas Zeiten kam es in Konflikten zu primitiven Waffen, dennoch verurteilte er Gewalt aufs Schärfste; Heute, mit den äußerst zerstörerischen modernen Waffen, ist die Tragödie noch tiefgreifender. Zum Töten gehört es, es selbst zu tun, anderen das Töten zu befehlen oder sich über das Töten zu freuen – alles wurzelt in Gier, Wut und Täuschung. Um eine wirklich friedliche Welt aufzubauen, müssen wir diese gewalttätigen Tendenzen überwinden, das Leben aus Mitgefühl respektieren und strikt davon absehen, anderen zu schaden.

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