Wer frei von Leidenschaft und nicht erpicht auf's Essen, Nach Freiheit strebt, die leer und ungetrübt ist, dessen Weg ist, wie Vogelflug im Luftraum, nicht zu messen (*f6).
Derjenige, dessen Krebserkrankungen zerstört werden und der nicht an Nahrung hängt, dessen Ziel die Leere, die bedingungslose Freiheit ist – sein Weg kann nicht verfolgt werden, wie der von Vögeln in der Luft.

Tiefer Kommentar

Dieser Vers wurde gesprochen, als einige Mönche den Ehrwürdigen Anuruddha fälschlicherweise beschuldigten, er prahlte mit der Annahme reichlicher und hochwertiger Nahrungsgaben, ohne zu wissen, dass eine Gottheit die Dorfbewohner tatsächlich dazu inspiriert hatte, so großzügig zu spenden. Der Buddha nutzte dieses Ereignis, um zu lehren, dass ein Arhat, nachdem er alle geistigen Verunreinigungen (Krebserkrankungen) ausgerottet hat, keinerlei Bindung mehr an den Geschmack oder die Fülle von Nahrungsmitteln hat. Gewöhnliche Menschen projizieren oft ihre eigenen weltlichen Wünsche und Fehler auf andere und schätzen die Handlungen der Erleuchteten falsch ein. Der Buddha warnt vor solch oberflächlichen und eifersüchtigen Urteilen. Der wahre Maßstab für spirituelle Errungenschaft ist nicht die äußere Erscheinung, sondern ein unerschütterlicher Geist angesichts der acht weltlichen Winde (Gewinn und Verlust, Ruhm und Verruf, Lob und Tadel, Freude und Schmerz). Anstatt andere aus Unwissenheit zu kritisieren, sollten wir uns darauf konzentrieren, unseren eigenen Geist zu reinigen und in Leere und Befreiung zu leben, damit auch wir uns so frei wie ein Vogel am Himmel durch die Welt bewegen können.

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