Wer gern die Lehre hört, schläft gut und lebt beglückt. Vom edlen Buddhawort sind Weise stets entzückt.
Wer das Dhamma tief trinkt, lebt glücklich und mit ruhigem Geist. Der weise Mann erfreut sich stets am Dhamma, das ihm der Edle (der Buddha) verkündet hat.

Tiefer Kommentar

Warum bringt das Trinken des Wassers des rechten Dharma Frieden und Ruhe in den Geist? Der Ausdruck „Wasser trinken“ beschreibt anschaulich den Zustand einer Person, die starken Durst verspürt. Stellen Sie sich einen Bauern vor, der unter sengender Sonne arbeitet. Seine Kehle ist ausgetrocknet und er sehnt sich nach einem Schluck kühlem Wasser. In diesem Moment extremen Durstes ist nichts wertvoller als Wasser. Er könnte tagelang ohne Nahrung auskommen, aber ohne Wasser kann er nicht überleben. Gold, Silber und Juwelen bedeuten ihm dann nichts. Wasser ist sein ultimatives Bedürfnis. Wenn ihm jemand eine Tasse Wasser bringt, nimmt er diese mit großer Freude und Dankbarkeit entgegen. Ebenso versteht jeder, der ohne Süßwasser auf See gestrandet ist, dass kein noch so großer Reichtum einen einzigen Tropfen lebensrettenden Wassers ersetzen kann. Der Dharma des Buddha ist genau wie dieses Wasser; Sein absoluter Wert wird am tiefsten von denen erkannt, die nach Befreiung vom Leiden von Samsara dürsten. Für diejenigen, die diesen spirituellen Durst nicht verspüren, wird der Dharma oft übersehen, so wie Wasser für jemanden, der keinen Durst hat, als selbstverständlich angesehen wird. Das Bild des erschöpften Bauern und des verzweifelten Reisenden stellt Menschen dar, die im Kreislauf von Geburt und Tod gefangen sind und sich nach einem Ausweg sehnen. Nur diejenigen, die den ernsthaften Wunsch haben, dem Elend der drei Bereiche zu entfliehen, werden eifrig nach dem Dharma suchen, um ihn in sich aufzunehmen. Sie nehmen die Lehren aufrichtig auf und erlangen dadurch schnell einen friedvollen und reinen Geist. Andererseits ignorieren Personen ohne tiefe Verbindung zum Dharma ihn möglicherweise, selbst wenn er leicht zugänglich ist. Die Weisen erkennen das dem Dasein innewohnende Leid und suchen einen Weg zur Freiheit. Wenn sie den Lehren Buddhas begegnen, hören sie mit tiefem Respekt und Freude zu. Der Dharma ist wie Amrita – der Nektar des Mitgefühls – der schmerzende Herzen lindert und der Seele Erfrischung bringt. Dem Dharma zu begegnen und es zu vernachlässigen, kluge Lehrer zu studieren oder ihnen zuzuhören, ist ein schwerer Verlust. Als Praktiker, ob Laien oder Mönche, müssen wir ständig danach streben, die Lehren zu studieren und sie auf unser tägliches Leben anzuwenden. Wahre Befreiung entsteht aus unserem eigenen Bemühen, die Knoten zu lösen, die uns verbinden.

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