Tiefer Kommentar
Dieser Vers wurde im Banyan Grove über Rohini, eine Prinzessin des Sakya-Clans, gesprochen. Der Legende nach kehrte der Ehrwürdige Anuruddha mit fünfhundert Mönchen nach Kapilavastu zurück. Er erfuhr, dass alle seine Verwandten, mit Ausnahme seiner Schwester Rohini, ins Kloster gekommen waren, um ihn willkommen zu heißen. Als er nachfragte, stellte er fest, dass sie abwesend war, weil sie an einer Hautkrankheit litt und sich zu sehr schämte, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Anuruddha rief sie zu sich und sie gehorchte widerwillig. Nach einer Diskussion riet er ihr, ihren Schmuck zu verkaufen, um den Bau eines Klosters zu finanzieren und Opfergaben für Buddha und die Sangha vorzubereiten. Sie befolgte seinen Rat und nach Abschluss der Opfergaben verschwand ihr Hautzustand. Der Buddha erklärte dann, dass ihr Leiden das Ergebnis vergangener karmischer Vergeltung sei, die in Wut und Eifersucht aus einem früheren Leben wurzelte, als sie als Königin einer Hoftänzerin Schaden zugefügt hatte. Trotz dieser vergangenen Tat führten ihre aufrichtige Hingabe und Großzügigkeit im gegenwärtigen Leben zu ihrer Wiedergeburt im Tavatimsa-Himmel, wo sie große Schönheit und Glück genoss. Die Geschichte zeigt, dass Wut eine tiefsitzende, zerstörerische Befleckung ist, die sowohl das eigene Selbst als auch andere verbrennt. Es dient als Erinnerung daran, dass aktuelles Leiden oft auf ungeschickten Handlungen in der Vergangenheit beruht und dass man durch Achtsamkeit, Kultivierung und die Lösung der Bindung an Geist und Körper (nama-rupa) das Leiden überwinden und Befreiung erlangen kann.
Zen-KI-Assistent
Online